Auf der frei gewordenen Fläche am Niedersachsenplatz entstehen Gärten. Familie Scheibe möchte einen Feierabendgarten und Familie Hellmuth einen Blumengarten anlegen, die Familien Seiser möchten einen Garten für ihre Kinder und zum Entspannen schaffen, die Familien Shwan, Hussein, Khalid und Idris wollen Gemüsegärten anlegen. Der Verein Shorai-Do-Kempo möchte einen Zen-Garten errichten.

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Neustadt-Gärten ist ein einfach zu nutzendes Angebot für interessierte Bürger. Angesprochen sind alle Einwohner der Neustadt. Das Angebot Neustadt-Gärten bezieht sich zugleich auf Familien, Einzelne und Gruppen. Es beinhaltet die Umwandlung der durch Abriss frei gewordenen Fläche am Niedersachsenplatz und insbesondere die von den Bewohnern selbst getragene dauerhafte Nachnutzung der Fläche.

Die von der Stadt zur Verfügung gestellte Fläche für das Projekt "Neustadt-Gärten" soll durch die Bewohner der Neustadt zu einem lebendigen Ort und damit zu einer positiven Adresse im Stadtteil entwickelt werden. Dieser Prozess stellt gleichwohl eine wichtige Komponente im Umgang mit weiteren Leerflächen als Ressource für die Bildung künftiger Gemeinschaften vor Ort dar.

Kulturblock e.V. initiiert einen auf die Aneignung dieser Fläche ausgerichteten Aktivierungsprozess mit folgendem Verlauf:

Initialisieren > Begleiten > Selbst organisieren
Die Initialisierung begann als "Aufruf zur Aneignung" im Juni diesen Jahres. Durch öffentlichkeitswirksame Aktionen und die Kommunikation der Ziele des Projektes wurde in der Initialisierungsphase auf breiter Ebene für das Vorhaben geworben.

Einzelne von Kultur/Block initiierte Aktionen bieten dabei die nötige kontinuierliche Stimulation, eigene Tatkräfte der Bewohner zu aktivieren und zu entwickeln. "Neustadt Gärten" kann dabei jeden Tag aufs Neue zeigen, dass Selbstverantwortung und Initiative zu konkreten Ergebnissen führen. Die Aneignung der Fläche durch die Bewohner steht dabei im Vordergrund. Jenseits des traditionellen Arbeitsmarktes gilt es, soziales Kapital im Sinne von "Zeit statt Geld" zu aktivieren.

Eine der ersten von Kultur/Block e.V. initiierten Aktionen des "Aufrufes zur Aneignung" wird das gemeinsame Markieren der Fläche sein. Weitere wichtige Aktionen zur Aktivierung der Bewohner sind gemeinsame Pflanzaktionen, die Vorstellung möglicher Nutzungen und das Aufzeigen von Ideen und Erfolgen ähnlich organisierter Projekte. Diese sollen den interessierten Bewohnern der Neustadt Einstiegsmöglichkeiten zur Selbstorganisation bieten und darüber hinaus Mut machen, unkonventionelle und experimentelle Ideen für sich in Anspruch zu nehmen, zu verfolgen und umzusetzen.

Initialisieren > Begleiten > Selbst organisieren
Über die anfängliche Organisation von Aktionen durch Kultur/Block e.V. steht im weiteren Verlauf des Projektes die begleitende Unterstützung der von den Bewohnern selbst getragenen Vorhaben und Ideen im Vordergrund.

Initialisieren > Begleiten > Selbst organisieren
Das Ziel des Projektes ist es, eine langfristige und selbstverantwortliche Aneignung und Nutzung der Fläche durch die Bewohner zu erreichen.